Content Delivery Network

Ein Content Delivery Network (CDN), oder auch Content Distribution Network, sehr selten auch Inhaltszustellnetz genannt, ist ein Netz regional verteilter und über das Internet verbundener Server, mit dem Inhalte – insbesondere große Mediendateien – ausgeliefert werden. Ein CDN stellt skalierende Speicher- und Auslieferungskapazitäten zur Verfügung und gewährleistet auch bei großen Lastspitzen einen optimalen Datendurchsatz.

CDN-Knoten sind auf viele Standorte verteilt und oft auch auf viele Backbones. Sie arbeiten zusammen, um Anfragen (Requests) von End-Nutzern nach Inhalten (Content) möglichst ökonomisch zu bedienen. Einzelne Standorte werden als PoP (Point of Presence) bezeichnet und bestehen aus Server-Clustern.

Im Hintergrund (transparent) werden die Daten im Netz so vorgehalten (Caching), dass die jeweilige Auslieferung entweder möglichst schnell geht (Performance-Optimierung) oder möglichst wenig Bandbreite verbraucht (Kosten-Optimierung), oder beides zugleich.

Große CDNs unterhalten tausende Knoten mit zehntausenden Servern.

CDN ist ein Oberbegriff, der verschiedene Arten von Diensten zur Bereitstellung von Inhalten umfasst: Videostreaming, Software-Downloads, Beschleunigung von Web- und Mobilinhalten, lizenziertes/verwaltetes CDN, transparentes Caching sowie Dienste zur Messung der CDN-Leistung, Lastausgleich, Multi-CDN-Switching und Analysen sowie Cloud Intelligence. CDN-Dienste können in den Bereichen Sicherheit, DDoS-Schutz und Web Application Firewalls (WAF) sowie WAN-Optimierung angewendet werden.

  1. So in der NIS-2-Richtlinie oder BR-Drs. 166/24 (PDF; 0,9 MB)
  2. How Does a CDN Work? In: CDNetworks. 29. Januar 2021, abgerufen am 1. Juni 2022 (amerikanisches Englisch).