Cooperon-Diagramm

Das Cooperon-Diagramm (oft auch nur Cooperon genannt) tritt im Zusammenhang mit der analytischen Theorie der elektrischen Leitfähigkeit („Widerstandstheorie“) nicht-supraleitender Metalle auf , siehe etwa Weblink 1. Der Name „Cooperon-Diagramm“ soll aber trotzdem zugleich an Leon Neil Cooper erinnern, der über die Bildung von sog. Cooper-Paaren letztlich den Anlass zur Erklärung des Phänomens der Supraleitung gab (BCS-Theorie). Insgesamt wird hiermit daran erinnert, dass die sog. Leiterdiagramme (Englisch: ladder diagrams), die bei der Supraleitung den Cooper-Effekt diagrammatisch darstellen, sehr eng mit den sog. überkreuzten Diagrammen verwandt sind, die in der Widerstandstheorie normaler Metalle für die Effekte der sog. schwachen Lokalisierung verantwortlich sind.  Es handelt sich also um Querbeziehungen innerhalb verschiedener Sparten der Theoretischen Festkörperphysik.

  1. Dieter Vollhardt, Peter Wölfle: Scaling Equations from a Self-Consistent Theory of Anderson Localization. In: Physical Review Letters. Band 48, Nr. 10, 8. März 1982, S. 699–702, doi:10.1103/PhysRevLett.48.699.
  2. Um sofort ein mögliches Missverständnis auszuräumen, das sich dadurch ergibt, dass im Deutschen zwei verschiedene Wörter existieren ('der' bzw. 'die'), die im Englischen gleich übersetzt werden ('the'): Bei der Theorie der Supraleitung bzw. der Leitfähigkeitstheorie geht es um den Begriff der (elektrischen) Leitfähigkeit (englisch: the conductivity), bei den sog. Leiterdiagrammen dagegen nicht um 'den' Leiter, sondern um 'die' Leiter (en: the ladder).