Corpus Coranicum
Corpus Coranicum (2007–2024) war ein Forschungsprojekt der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Ziele des Projekts waren eine Dokumentation des Korantextes unter Berücksichtigung sowohl der handschriftlichen als auch der mündlichen Überlieferungsgestalt; des Weiteren wurden jüdische, christliche und andere Texte aus dem Umfeld des Korans zugänglich gemacht und mit einzelnen Suren verglichen. Zum Korantext wurde ein literaturwissenschaftlicher Kommentar erstellt.
Das auf 18 Jahre angelegte Projekt wurde von zwei Projektverantwortlichen geleitet: Die Senior-Professorin für Arabistik Angelika Neuwirth (Freie Universität Berlin) war wissenschaftlich verantwortlich für den Kommentar. In den Arbeitsbereich von Michael Marx fielen die Leitung der Arbeitsstelle, die Erforschung der „Texte aus der Umwelt des Korans“ sowie die Textdokumentation. Das Corpus Coranicum wurde im Rahmen des Akademienprogramms gefördert, das von der Union der Akademien der Wissenschaften betreut und von Bund und Ländern finanziert wird. Zahlreiche Drittmittelprojekte, u. a. gefördert von der DFG, schließen sich an das Projekt an (Paleocoran; IRANKORAN).
Seit 2025 führt M. Marx die Anpassung, Pflege und digitale Publikation der Datenbanken unter dem Dach von Corpus Coranicum e.V. fort.
- ↑ Über das Projekt. In: Corpus Coranicum. BBAW, abgerufen am 7. Februar 2022.
- ↑ Arnfrid Schenk: Islamwissenschaft: „Der Koran ist auch ein europäischer Text“. In: Zeit Online. 23. Februar 2010, abgerufen am 30. November 2019 (Interview mit Angelika Neuwirth).
- ↑ Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (Hrsg.): Jahrbuch 2007. 1. Auflage. Akademie Verlag, 2008, ISBN 978-3-05-004436-1, ISSN 0946-4638, S. 96; 344 f. (bbaw.de).
- ↑ Siehe Forschungsprojekte im Akademienprogramm, weiter unter Editionen Theologie ( vom 9. März 2018 im Internet Archive), abgerufen am 10. Juli 2015.
- ↑ Forschung. In: Corpus Coranicum. BBAW, abgerufen am 7. Februar 2022.
- ↑ Corpus Coranicum. Abgerufen am 26. Juni 2025.