Cotini

Die in Latein Cotini genannten Kotiner (auch Gotini und Gothini; altgriechisch Κότινοι Kótinoi oder altgriechisch Κῶγνοι Kougnoi) waren ein antiker Volksstamm mit Wohnsitzen im Südosten der Germania magna, der von mehreren antiken Autoren überliefert ist. Sie siedelten in enger Nachbarschaft zu den Osi an der Scheide zwischen dem quadisch-bastarnischen Gebiet und dem Dakerreich in den nordwestungarischen Bergen. Die Inschrift des Vicinius ist das früheste Zeugnis für die Cotini. Cassius Dio berichtet dann in seiner Römischen Geschichte noch einmal von den Cotini, da sie während der Markomannenkriege dem Kaiser Marcus Aurelius die Heeresfolge versprachen.

  1. Zweifellos ist in Zeile 6 nach Cotinos der Name des auch bei Tacitus mit ihnen eng verbundenen Volkes Osos zu ergänzen. Von beiden berichtet Tacitus in der Germania 43: vgl. Anton von Premerstein: Ein Elogium des M Vinicius Cos 19 v Chr . In: Jahreshefte des Österreichischen Archäologischen Institutes in Wien. Band 7, 1904, S. 228.
  2. Cassius Dio, Römische Geschichte 71, 12.