Coulometrie
Die Coulometrie ist eine Methode der Elektrochemie, um die quantitative Stoffmenge einer oxidierbaren oder reduzierbaren Verbindung zu ermitteln. Sie wurde von den Ungarn László Szebellédy und Zoltán Somogyi im Jahre 1938 entwickelt und ab 1950 breiter angewendet.
Die Coulometrie beruht auf der Messung der elektrischen Ladung bzw. Elektrizitätsmenge (mit der Einheit Coulomb, daher der Name), die an einer Arbeitselektrode umgesetzt wird.
Die Coulometrie ist der Elektrogravimetrie sehr ähnlich, jedoch werden hierbei die oxidierten oder reduzierten Stoffe nicht notwendigerweise an der Elektrode abgeschieden, sondern können auch in Lösung bleiben.
Die Coulometrie wird z. B. angewendet bei der Bestimmung des Wassergehaltes nach Karl Fischer im Spurenbereich oder bei der Quantifizierung der adsorbierbaren organisch gebundenen Halogene (AOX) in Wasserproben.