Courier (Schriftart)
| Schriftart | Courier |
| Kategorie | Nichtproportional, Serif |
| Schriftdesigner | Howard „Bud“ Kettler, Adrian Frutiger |
| Auftraggeber | IBM |
| Erstellung | 1956 |
| Beispiel | |
Courier (englisch ausgesprochen: /ˈkʊɹ.i.ɚ/ oder /ˈkɝ.i.ɚ/) ist eine Schriftart für Schreibmaschinen und Computer. Sie wurde 1956 von Howard Kettler (1919–1999) entworfen und später von Adrian Frutiger für die elektrischen Schreibmaschinen für IBM weiterentwickelt. Wie bei Schreibmaschinen üblich, ist sie eine nichtproportionale Schriftart, das heißt, alle Buchstaben sind gleich breit. Charakteristisch sind die starken Serifen, mit denen beispielsweise der Leerraum beim „I“ gefüllt wird.
Obwohl das Design der ursprünglichen Schriftart von IBM in Auftrag gegeben wurde, hat das Unternehmen die Schriftart nicht urheberrechtlich schützen lassen; sie ist somit lizenzfrei.
Courier wird häufig als Ersatzschrift eingesetzt, falls die eigentlich gewünschte Schrift auf dem Ausgabegerät nicht vorhanden ist. Auch wird Courier in den meisten Texteditoren verwendet, da beispielsweise ein Programmierer den zu bearbeitenden Quelltext so besser ausrichten kann (siehe Einrückungsstil). Ebenso wird sie allgemein als Standard-Schriftart für Nur-Text-E-Mails verwendet.
- ↑ Charles Bigelow: Notes on Typeface Protection. In: TUGboat. 7. Jahrgang, Nr. 3, 1986, S. 146–151 (englisch, tug.org [PDF; abgerufen am 27. Dezember 2018]): “IBM neglected to trademark the typeface names like Courier and Prestige, so once the patents had lapsed, the names gradually fell into the public domain without IBM doing anything about it (at the time, and for a dozen years or so, IBM was distracted by a major U.S. anti-trust suit). Most students of the type protection field believe that those names are probably unprotectable by now, though IBM could still presumably make a try for it if sufficiently motivated.”