Crush-Syndrom

Klassifikation nach ICD-10
T79 Bestimmte Frühkomplikationen eines Traumas, andernorts nicht klassifiziert
T79.5 Traumatische Anurie
Crush-Syndrom
Nierenversagen nach Zerquetschung
S77 Zerquetschung der Hüfte und des Oberschenkels
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)
Klassifikation nach ICD-11
NF0A.5 Traumatische Anurie, anderenorts nicht klassifiziert
ICD-11: EnglischDeutsch (Vorabversion)

Das Crush-Syndrom, auch Kompressionssyndrom (früher auch Quetschungs- oder Zermalmungssyndrom und Bywatersssche Erkrankung) genannt, ist ein Krankheitsbild, welches durch ausgedehnte Skelettmuskelnekrosen verursacht wird.

In der Folge kann es zum Kreislaufschock, zu einem Herzversagen, zum akutem Nierenversagen und zu einer Sepsis aufgrund der Rhabdomyolyse kommen. Schock, Herzinsuffizienz, Niereninsuffizienz und Blutvergiftung sind die vier wichtigsten Symptome des Crush-Syndroms. Ursächlich ist die posttraumatische nekrotische Schädigung der Skelettmuskulatur.

  1. Joachim Frey: Parenchymatöse Nierenveränderungen. In: Ludwig Heilmeyer (Hrsg.): Lehrbuch der Inneren Medizin. Springer-Verlag, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1955; 2. Auflage ebenda 1961, S. 951–963, hier: S. 958 f.
  2. Helmut Schubothe: Die traumatisch-ischämische Muskelnekrose mit Myoglobinurie und Niereninsuffizienz (Crush-Syndrom, Bywaterssche Erkrankung). In: Ludwig Heilmeyer (Hrsg.): Lehrbuch der Inneren Medizin. 1961, S. 1161.