Cuneus (Militär)

Der Begriff cuneus (Keil oder keilförmige Schlachtordnung) bezeichnet eine Formation zum Durchbrechen der feindlichen Linie, die – an ihrer Front schmal beginnend – immer mehr an Breite zunahm. Auch einige Numeri der römischen Armee, die im dritten Jahrhundert aus friesischen Söldnern rekrutiert und in Britannien eingesetzt wurden, bezeichnete man nicht als numeri sondern als cunei. Das Wort leitet sich aus der lateinischen Wortfamilie cuneatus/cuneolus/cuneus ab.

  1. Marcus Reuter: Studien zu den numeri des römischen Heeres in der mittleren Kaiserzeit. In: Bericht der Römisch-Germanischen Kommission. 80, 1999, ISSN 0341-9312, S. 357–569, hier S. 389f. sowie 479 bis 482, (Zugleich: Freiburg (Breisgau), Univ., Diss., 1996).