Curaçao

Curaçao [kyʀaˈsaːo] (niederländisch; papiamentu Kòrsou) ist eine rund 444 Quadratkilometer große Insel in der Karibik und ein autonomes Bundesland des Königreichs der Niederlande (zusammen mit der unbewohnten Nebeninsel Klein Curaçao). Curaçao ist eine der drei ABC-Inseln und als solche Teil der karibischen Inseln unter dem Winde (südliche Kleine Antillen), die geologisch zur südamerikanischen Kontinentalplatte gehören. Obwohl Curaçao Teil des Königreichs der Niederlande ist, gehört es weder zur Europäischen Union noch zum Schengen-Raum. Curaçao ist aber mit der Europäischen Union assoziiert. Curaçao hat rund 150.000 Einwohner, größtenteils Papiamentu sprechende Katholiken. Weitere rund 145.000 Menschen aus Curaçao leben derzeit in den Niederlanden.

Curaçao ist seit ungefähr 4000 v. Chr. besiedelt. Ein kleiner Teil der heutigen Einwohner stammt von den indigenen Arawak ab. Seit 1499 ist die Insel von Europäern kolonialisiert. Die meisten der heutigen Einwohner stammen von ehemals von den Europäern versklavten Afrikanern ab.

Die Wirtschaft Curaçaos basiert auf Erdöl, dem Hafen, Tourismus, Offshore-Banking und einer beschränkten lokalen Produktion.

  1. Curacao – Central America and the Caribbean. In: The World Factbook. CIA, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 18. Januar 2026; abgerufen am 5. Februar 2026 (englisch): „Languages – Papiamento (official) (a creole language that is a mixture of Portuguese, Spanish, Dutch, English, and, to a lesser extent, French, as well as elements of African languages and the language of the Arawak) 80%, Dutch (official) 8.8%, Spanish 5.6%, English (official) 3.1%, other 2.3%, unspecified 0.3% (2011 est.)“
  2. Niederlande: Reise- und Sicherheitshinweise einschließlich Niederländische Überseegebiete. In: Auswärtiges Amt. Abgerufen am 20. November 2021.
  3. Gebiete in äußerster Randlage. In: europa.eu. Abgerufen am 29. Oktober 2021.