Cyclisierung

Als Cyclisierung oder Zyklisierung (auch Ringschluss) wird nach der Definition der IUPAC die Bildung einer Ringverbindung aus einem offenkettigen Molekül durch die intramolekulare Bildung einer neuen Bindung bezeichnet. Die Reaktion kann unter Bildung von reinen, gesättigten oder ungesättigten, Kohlenstoffringen oder Heterocyclen ablaufen.

Wird an einem bestehenden Ring oder Ringsystem ein weiterer Ring aufgebaut, spricht man von Anellierung. Die Cyclisierung führt zu Ringen, die zwischen drei und etwa sechzehn Gliedern aufweisen. Eine Cyclisierung kann photochemisch, thermisch oder katalytisch, besonders durch Übergangsmetallkatalyse, initiiert werden. Die Bildung einer cyclischen Verbindung aus zwei oder mehreren Molekülen wird als Ringbildungs- oder Ringschlussreaktion bezeichnet.

  1. Eintrag zu cyclization. In: IUPAC (Hrsg.): Compendium of Chemical Terminology. The “Gold Book”. doi:10.1351/goldbook.C01494 – Version: 5.0.0.
  2. Eintrag zu annelation. In: IUPAC (Hrsg.): Compendium of Chemical Terminology. The “Gold Book”. doi:10.1351/goldbook.A00365 – Version: 5.0.0.