Dünnschichtverzinken
Das Dünnschichtverzinken ist ein Feuerverzinkungsverfahren zur Herstellung von Überzügen aus Zink-Aluminiumlegierungen durch Eintauchen von Bauteilen aus Eisen oder Stahl in eine Zink-Aluminiumschmelze.
Mittels Dünnschichtverzinken erzeugte Zink-Aluminium-Überzüge sind in DIN 50997 geregelt. Demnach muss die Schichtdicke für Zink-Aluminiumüberzüge örtlich mindestens 5 μm und durchschnittlich mindestens 6 µm betragen. Für Anwendungen im bauaufsichtlich geregelten Bereich besteht eine Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung.
Durch einen Aluminium-Gehalt in der Zinkschmelze im Bereich von 4–6 % wird die Bildung von intermetallischen Zink-Eisen-Phasen reduziert. Dies ist eine Voraussetzung zur Herstellung besonders dünner Überzüge.
Dünnschichtverzinkte Komponenten finden u. a. Anwendung im Automobil- und Nutzfahrzeugbereich, wo sich durch reduzierte Zinkschichtdicken eine Gewichtseinsparung erzielen lässt. Einige Automobilhersteller führen die Dünnschichtverzinkung mittels einer Zink-Schmelze mit 5%igem Aluminiumanteil in Werksnormen auf.
Das Dünnschichtverzinkungsverfahren wurde im Jahr 2013 mit dem Deutschen Rohstoffeffizienzpreis ausgezeichnet.
- 1 2 Zitat aus DIN 50997:2020-08 „Durch Dünnschichtverzinken auf Stahl aufgebrachte Zink-Aluminiumüberzüge - Anforderungen und Prüfungen“
- ↑ Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung / Allgemeine Bauartgenehmigung Z-30.11-60 (2020) für mit dem Dünnschicht-Stückverzinkungsverfahren microZINQ® 5 feuerverzinkte Bauteile
- ↑ Mercedes-Benz Werknorm DBL 8461 Feuerverzinkte Fertigteile (Stückverzinkung)
BMW Group Standard 90010-2 Metallische Überzüge und anorganische Beschichtungssysteme – Zeichnungsteile (Strukturbauteile) - ↑ Rohstoffe effizient nutzen – erfolgreich am Markt, Programm zur Konferenz am 28. November 2013 im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Abschnitt: Voigt & Schweitzer GmbH & Co. KG - Rohstoffeffizienter Korrosionsschutz, Seite 17. In: Deutscher-Rohstoffeffizienz-Preis.de