Dürre
Dürre (wie mittelhochdeutsch dürre, ‚Trockenheit‘, auch ‚trocken‘ und ‚dürr‘, von althochdeutsch durri und älter thurri ‚dürr‘, ‚trocken‘, verwandt mit „Durst“) ist ein extremer, über einen längeren Zeitraum vorherrschender Zustand, in dem weniger Wasser oder Niederschlag verfügbar ist als erforderlich. Dürre ist nicht nur ein physikalisches Phänomen, sondern auch ein Wechselspiel zwischen der Verfügbarkeit und dem Wasserbedarf von Organismen. Dürre tritt oft in Gegenden auf, wo Kontinentalklima herrscht.
Nach einem Bericht der OECD vom 17. Juni 2025 nehmen aufgrund der globalen Erwärmung (Klimawandel) Dürren zu und Dürrezonen weiten sich aus.
Unterschieden wird häufig zwischen meteorologischer Dürre, hydrologischer Dürre, landwirtschaftlicher Dürre und sozio-ökonomischer Dürre.
- ↑ Bernhard Schnell: Der deutsche „Macer“: Vulgatfassung. Mit einem Abdruck des lateinischen Macer floridus ‘De viribus herbarum’ kritisch herausgegeben. Niemeyer, Tübingen 2003 (= Texte und Textgeschichte. Würzburger Forschungen. Band 50), ISBN 3-484-36050-X, S. 386 (dürre).
- ↑ Friedrich Kluge, Alfred Götze: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 20. Auflage. Herausgegeben von Walther Mitzka. De Gruyter, Berlin / New York 1967; Neudruck („21. unveränderte Auflage“) ebenda 1975, ISBN 3-11-005709-3, S. 149 (dürr).
- ↑ Global Drought Outlook. Bericht der OECD vom 17. Juni 2025.
- ↑ Zahl der Dürren nimmt zu – "Wasser ist keine Selbstverständlichkeit mehr." In: tagesschau.de, 17. Juni 2025.