Düsseldorfer Architektenstreit
Der Düsseldorfer Architektenstreit wurde Anfang der 1950er Jahre durch Planungen und Personalpolitik von Friedrich Tamms, dem damaligen Leiter des Stadtplanungsamts Düsseldorf, ausgelöst und gilt als bedeutender Beitrag zur Aufarbeitung und zum Umgang mit der NS-Vergangenheit in der jungen Bundesrepublik Deutschland. Dieser Beitrag wurde von einer Zehner-Gruppe junger Düsseldorfer Architekten geleistet, die sich zum Architektenring Düsseldorf zusammengeschlossen hatten, um ein Netz nationalsozialistischer Entscheidungsträger, das sich in Düsseldorf an der Macht hielt, öffentlich zu machen und dagegen vorzugehen. Düsseldorf war nach Ansicht des Architektenrings ein „Zentrum der ehemaligen Nazi-Prominenz“.
Das Stadtmuseum Landeshauptstadt Düsseldorf widmete dem Architektenstreit 2008 eine Ausstellung unter dem Titel „Architektenstreit – Wiederaufbau zwischen Kontinuität und Neubeginn“.
- ↑ zitiert nach: Werner Durth: Deutsche Architekten. Biographische Verflechtungen 1900–1970. 1986/2001, S. 296.
- ↑ Architektenstreit Wiederaufbau zwischen Kontinuität und Neubeginn.