Dachkapazität

Als Dachkapazität bezeichnet man eine flächige, elektrisch leitfähige Struktur, die auf der Spitze einer Antenne oder eines selbststrahlenden Sendemastes montiert ist. Sie erhöht die Elektrische Länge der Antenne, so dass diese kürzer gebaut werden kann, als es für eine Monopolantenne (ohne „Dach“) nötig wäre.

Um den elektrischen Widerstand des Gegenpols niedrig zu halten, wird um den Antennenfußpunkt herum entweder ein Erdnetz aus (zumeist radial angeordneten) Drähten eingegraben oder eine Drahtstruktur als Gegengewicht oberhalb des Erdbodens angeordnet. So wird ein großer Anteil der Sendeleistung tatsächlich abgestrahlt, statt nur das Erdreich an der Antenne zu erwärmen.

Trotz dieser Maßnahme ist der verkürzte Dipol gegenüber einer Antenne mit einer realen Antennenhöhe von etwa λ/4 im Wirkungsgrad benachteiligt.