Dandelinsche Kugel

Eine Dandelinsche Kugel (nach Germinal Pierre Dandelin) ist ein geometrisches Hilfsmittel zum Nachweis, dass der ebene Schnitt eines Kegels ein regulärer Kegelschnitt ist, sofern die Schnittebene nicht durch die Spitze geht. Die Schnittebene ist eine Ellipse, und die beiden Dandelinschen Kugeln berühren diese in ihren Brennpunkten. Die Kugeln sind nach dem belgischen Mathematiker Germinal Pierre Dandelin (1794–1847) benannt. Der entsprechende Lehrsatz wird im französischsprachigen Raum auch als das „Belgische Theorem über die Kegelschnitte“ oder als „Dandelin-Quetelet-Theorem“ bezeichnet, wobei auf den belgischen Mathematiker Adolphe Quetelet (1796–1874) Bezug genommen wird, der sich an dessen Weiterentwicklung beteiligt hatte.

  1. Théodore Olivier: Additions au Cours de géométrie descriptive: Démonstration nouvelle des propriétés principales des sections coniques. Carilian-Goeury, 1847 (google.de [abgerufen am 15. Januar 2025]).