Dandy
Ein Dandy ist nach heutigem Verständnis ein sich übertrieben modisch kleidender Mann. Das Dandytum verbreitete sich in Europa ab der Mitte des 18. Jahrhunderts und hatte seinen Höhepunkt im 19. Jahrhundert in England und Frankreich. Er beschrieb einen Lebensstil, für den „Exklusivität in Kleidung und Lebensführung, ein geistreich-zynischer Konversationston und eine gleichgültig-arrogante Haltung in jeder Lebenssituation typisch“ war.
Berühmte Dandys ihrer Zeit waren Beau Brummell, Beau Nash, Barbey d’Aurevilly, Charles Baudelaire, Alfred d’Orsay, Lord Byron, Giacomo Casanova, der Fürst Hermann von Pückler-Muskau, Benjamin Disraeli, später auch die Vertreter des Ästhetizismus wie Oscar Wilde, Aubrey Beardsley, James McNeill Whistler und Max Beerbohm.
Einer der bekanntesten Dandys des 20. Jahrhunderts war der Herzog von Windsor. Auch der US-amerikanische Schriftsteller Tom Wolfe trat mit seinen typischen weißen Anzügen als moderner Dandy auf. In Deutschland erfuhr das Dandytum in den 1990er Jahren eine Aktualisierung durch Vertreter der Popliteratur wie Christian Kracht und Benjamin von Stuckrad-Barre.
- ↑ Dandy. In: duden.de. Abgerufen am 12. Oktober 2025.
- ↑ Dandyismus. In: duden.de. Abgerufen am 12. Oktober 2025.