David Hilbert

David Hilbert (* 23. Januar 1862 in Königsberg; † 14. Februar 1943 in Göttingen) war ein deutscher Mathematiker, Physiker, Philosoph und Hochschullehrer. Er gilt als einer der bedeutendsten Mathematiker der Neuzeit. Rudolf Fueter nannte ihn 1932 den „Lehrer aller lebenden Mathematiker“.

Viele seiner Arbeiten auf den verschiedenen Teilgebieten der Mathematik und mathematischen Physik entwickelten sich zu eigenständigen Forschungsgebieten weiter. Mit seinen Vorschlägen begründete er die bis heute bedeutsame formalistische Auffassung von den Grundlagen der Mathematik und veranlasste eine kritische Analyse der Begriffsdefinitionen der Mathematik und des mathematischen Beweises. Diese Analysen führten zum Gödelschen Unvollständigkeitssatz, der unter anderem zeigt, dass durch das Hilbertprogramm die von ihm angestrebte vollständige Axiomatisierung der Mathematik nicht gänzlich erfüllt werden kann. Hilberts programmatische Rede auf dem internationalen Mathematikerkongress in Paris im Jahre 1900, in der er eine Liste von mathematischen Problemen vorstellte, beeinflusste die mathematische Forschung des 20. Jahrhunderts nachhaltig.

  1. Constance Reid Hilbert, Springer Verlag 1972, gibt Wehlau bei Königsberg an
  2. Emanuel Beke: Die Quadratur des Kreises. In: Pester Lloyd, 28. September 1921, S. 2 (online bei ANNO).
  3. 150. Geburtstag des Mathematikers David Hilbert – Schneller als Einstein. In: Süddeutsche Zeitung, 22. Januar 2012 auf: sueddeutsche.de
  4. Der Einstein der Mathematik. In: Die Zeit, 12. Januar 2012 auf: zeit.de