Decknamen deutscher Militäroperationen im Zweiten Weltkrieg

Decknamen deutscher Militäroperationen im Zweiten Weltkrieg erfanden und verwendeten das NS-Regime und die Wehrmacht, um Gegner und untergeordnete Dienstgrade über Ziel und Umfang der geplanten Aktionen im Unklaren zu lassen und ein Überraschungsmoment für die Ausführung auszunutzen.

In einigen Planungen wurden Aktionen der Alliierten unterstellt, um eine Studie der notwendigen Gegenmaßnahmen vorzunehmen, siehe z. B. Sprotte, oder eventuell doch selbst aktiv zu werden: siehe Richard. Kam es dann tatsächlich durch Alliierte zu den ‚korrespondierenden‘ Operationen, war die Wehrmacht in der Regel aus materiellen Gründen nicht in der Lage zu reagieren oder die Pläne waren veraltet.

Während die Alliierten den Decknamen meist den Begriff „Operation“ voranstellten, verwendeten die Deutschen schon vor Beginn des Zweiten Weltkriegs bei der Planung ihrer Vorhaben den Begriff „Fall“ und für die jeweiligen Maßnahmen vorzugsweise den Begriff „Unternehmen“.

  1. bspw. Adolf Hitlers Weisung für den bewaffneten Einmarsch der Wehrmacht in Österreich (Unternehmen Otto) vom 11. März 1938 oder die Weisung für den Fall Weiß vom 31. August 1939
  2. Werner Uhlich: Decknamen deutscher Unternehmen und Vorhaben im Zweiten Weltkrieg, Jahresbibliographie der Bibliothek für Zeitgeschichte Stuttgart, Jahrgang 44, 1972, S. 490–534, Bernard & Graefe Verlag