Decretos de Nueva Planta

Die Decretos de Nueva Planta (wörtl. Verordnungen zur Neupflanzung bzw. zur Neuanlage (des spanischen Staats)) bestanden aus einer ganzen Reihe von Verordnungen. König Philipp V. erließ sie, teilweise noch während des Spanischen Erbfolgekrieges, ab Juni 1707, um die Regierung, die Verwaltung und das Rechtswesen in allen von ihm beherrschten Gebieten Spaniens zu vereinheitlichen. Besonders in den Ländern der Krone von Aragón herrschte bis dahin, durch die Privilegien des Adels und der Cortes, eine Machtteilung zwischen den Cortes und dem König. Politisches Ziel der Decretos de Nueva Planta war es, diese Sonderrechte zu beseitigen und Spanien in einen absolutistischen Einheitsstaat umzuwandeln.

  1. Ramón Bonell Colmenero: Los Decretos de Nueva Planta. In: Saberes. Revista de estudios jurídicos, económicos y sociales. Band 8, 2010, ISSN 1695-6311 (spanisch, uax.es [PDF; abgerufen am 31. Januar 2015]).