Defätismus
Der Begriff Defätismus (französisch défaitisme, von défaite, „Niederlage“; schweizerisch auch Defaitismus) kann als Zustand der Mutlosigkeit oder Schwarzseherei beschrieben werden. Ursprünglich bezeichnete er die Überzeugung, dass keine Aussicht (mehr) auf den Sieg besteht, und eine daraus resultierende starke Neigung zum Aufgeben.
Der Ausdruck entstand während des Ersten Weltkrieges in Frankreich und bezeichnete den Vorwurf des systematischen Nährens von Mutlosigkeit, Resignation und Zweifel am militärischen Sieg in den eigenen Reihen. Als Mittel der gegnerischen psychologischen Kriegsführung verdächtigt, wurde solches Verhalten von Militärtribunalen sanktioniert.
Als „moralischer Defätismus“ wird ein Defätismus bezeichnet, der nicht daran glaubt, dass (eigenes/fremdes) gutes Handeln möglich ist.
- ↑ Nach Duden. Deutsches Universalwörterbuch.
- ↑ Defätismus. In: wissen.de. Abgerufen am 15. Mai 2015: „Der Begriff bedeutet Mutlosigkeit, Schwarzseherei, Resignation und kommt ursprünglich aus einem militärischen Zusammenhang, wo er sich auf Zweifel am militärischen Sieg bezieht. Das französische Wort défaitisme bezeichnet die Überzeugung, militärisch geschlagen zu werden. Es geht zurück auf défaite Niederlage (aus dem lateinischen de ‚weg‘ + facere ‚tun‘).“
- ↑ Peter Schallenberg: Gott, das Gute und der Mensch. Grundlagen katholischer Moraltheologie. Bonifatius, Paderborn 2009, ISBN 978-3-89710-450-1, S. 74.