Deglobalisierung
Mit dem Begriff Deglobalisierung (auch Entglobalisierung, also dem Gegenbegriff zu Globalisierung) wird einerseits eine nicht nur kurzfristige oder zyklische, sondern strukturelle Entwicklung hin zu geringerer internationaler Verflechtung der Handelsströme sowie zu einer Abnahme der Direktinvestitionen im Ausland beschrieben. Andererseits bezeichnet der Begriff den wirtschaftspolitischen Kurs von Staaten, Staatenbündnissen oder auch Regionen, die sich vom Projekt einer weiteren Weltmarktintegration distanzieren oder zurückziehen. Letzteres kann aus konservativ-isolationistischen Motiven erfolgen wie etwa unter der Regierung Donald Trumps, dessen Politik einige Nachahmer fand („Trumpismus“), oder im Falle des Brexit. Der Rückzug wird aber auch als aktive ökosozialistische oder ökoregionale Strategie in Verbindung mit einer Dezentralisierung und Regionalisierung der Güterproduktion proklamiert. Ein anderes Ziel ist die Reduzierung von internationalen Abhängigkeiten und politischer Erpressbarkeit in Bezug auf Rohstoffe, Energie und andere Vorlieferungen bis hin zu einer Autarkie-Politik.
- ↑ Grüner Sozialismus. (PDF) In: Luxemburg 3/2012. 2012, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 4. März 2016; abgerufen am 20. August 2015. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ Hans-Jürgen Urban: Die Mosaik-Linke. In: Blätter für deutsche und internationale Politik. S. 71–78 (blaetter.de [abgerufen am 20. August 2015]).