Dehnel-Effekt
Der Dehnel-Effekt, auch als Dehnels Phänomen (in Anlehnung an engl. Dehnel’s phenomenon) bezeichnet, beschreibt die saisonal bedingte Schrumpfung von Waldspitzmäusen, die als winterliche Maßnahme zur Einsparung von Energie dient. Dieser Prozess wurde nach dem polnischen Zoologen August Dehnel (1903–1962) benannt, der dieses Phänomen 1949 als erster beschrieb. Die wissenschaftliche Bestätigung seiner Erkenntnisse erfolgte allerdings erst 2016.
Mittlerweile konnte nachgewiesen werden, dass der Dehnel-Effekt auch bei weiteren Säugetieren, wie einigen Wieselarten und dem Europäischen Maulwurf auftritt.
- ↑ Waldspitzmaus (Sorex araneus) Kleinsäuger.at, abgerufen am 19. Oktober 2023
- ↑ Wenn Tiere schrumpfen Deutschlandfunk Nova, abgerufen am 19. Oktober 2023
- ↑ S. LaPoint, L. Keicher, M. Wikelski, K. Zub& D. Dechmann (2017): Growth overshoot and seasonal size changes in the skulls of two weasel species. Royal Society Open Science; Vol. 4, Iss. 1, Jan. 2017 doi:10.1098/rsos.160947
- ↑ Maulwürfe schrumpfen ihr Gehirn im Winter. Die Tiere können dadurch bei den niedrigen Temperaturen im Winter Energie sparen von 19. September 2022 Max-Planck-Gesellschaft, abgerufen am 19. Oktober 2023