Deontologische Ethik
Deontologische Ethik oder Deontologie (von griechisch δέον, déon, „das Erforderliche, das Gesollte, die Pflicht“, daher auch Pflichtethik) bezeichnet eine Klasse von ethischen Theorien, die den moralischen Status einer Handlung nicht anhand ihrer Konsequenzen bestimmen, sondern auf intrinsischen Eigenschaften und verpflichtenden Regeln basieren.
Ein zentrales Merkmal der deontologischen Ethik ist ihre Akteurzentriertheit. Diese Perspektive betont die moralische Verantwortung des Handelnden selbst, unabhängig von den Konsequenzen. Beispielsweise könnte eine Person moralisch verpflichtet sein, nicht zu lügen, selbst wenn das Lügen ‚bessere‘ Konsequenzen hätte. Diese Akteurzentriertheit unterscheidet deontologische Ansätze von konsequentialistischen Theorien, die die Auswirkungen einer Handlung in den Vordergrund stellen. Deontologische Theorien gehen davon aus, dass es bestimmte Handlungen gibt, die in sich schlecht sind und daher verboten sind, unabhängig von ihren potenziellen (moralisch oder außermoralisch) positiven Folgen.
- ↑ Thomas Schmidt: Deontologische Ethik. In: Ralf Stoecker/Christian Neuhäuser/Marie-Luise Raters (Hrsg.): Handbuch Angewandte Ethik. Verlag J.B. Metzler, Stuttgart, ISBN 978-3-476-02303-2, S. 43–49.
- ↑ Werner, Micha H.: Deontologische Ansätze. In: Marcus Düwell/Christoph Hübenthal/Micha H. Werner (Hrsg.): Handbuch Ethik. J.B. Metzler, Stuttgart, ISBN 978-3-476-02388-9, S. 122–127.
- ↑ Larry Alexander und Michael Moore: Deontological Ethics. In: Edward N. Zalta (Hrsg.): Stanford Encyclopedia of Philosophy.
- ↑ Werner, Micha H.: Deontologische Ansätze. In: Marcus Düwell/Christoph Hübenthal/Micha H. Werner (Hrsg.): Handbuch Ethik. J.B. Metzler, Stuttgart, ISBN 978-3-476-02388-9, S. 122–127.