Der Landser

Der Landser – Erlebnisberichte zur Geschichte des Zweiten Weltkrieges
Beschreibung deutsche Heftromane
Sprache Deutsch
Verlag Pabel-Moewig Verlag (D)
Erstausgabe 1957
Einstellung 13. September 2013
Erscheinungsweise wöchentlich
ZDB 1468710-0

Der Landser ist der Titel einer von 1957 bis 2013 wöchentlich im deutschen Pabel-Moewig Verlag (Bauer Media Group) erschienenen Reihe kriegsverherrlichender Heftromane. Im Untertitel wurden „Erlebnisberichte zur Geschichte des Zweiten Weltkrieges“ angekündigt. In erster Linie enthielten sie jedoch faktisch nicht überprüfbare pseudodokumentarische Abenteuergeschichten aus einer vordergründig unpolitisch-subjektiven Sicht deutscher Wehrmachtssoldaten (sogenannten Landsern) vor der Kulisse des Zweiten Weltkrieges. In diesen Heften wurde der Mythos der „sauberen Wehrmacht“ propagiert.

Der Landser gilt als die erfolgreichste unter den Kriegsromanreihen im deutschsprachigen Raum. Der Begriff Landserheft wird vor allem in Deutschland vielfach als Synonym für kriegsverherrlichende Trivialliteratur schlechthin gebraucht.

  1. Matthias N. Lorenz, Torben Fischer: Lexikon der "Vergangenheitsbewältigung" in Deutschland. Debatten- und Diskursgeschichte des Nationalsozialismus nach 1945, transcript Verlag, Bielefeld, 2., unveränd. Aufl. 2009, ISBN 978-3-89942-773-8, S. 115f.
  2. Frank Bösch, Constantin Goschler (Hrsg.): Public History. Öffentliche Darstellungen des Nationalsozialismus jenseits der Geschichtswissenschaft, Campus Verlag, Frankfurt am Main/New York 2009, ISBN 978-3-593-38863-2, S. 126 und 261
  3. Florian Freund, Gustav Spann: Auseinandersetzung mit der Apologie des Nationalsozialismus III: Triviale Kriegsromanhefte und der "Weltanschauungskrieg" im Osten, in: Zeitgeschichte, 10/1983, S. 370