Der Mann aus London
Der Mann aus London (französisch: L’homme de Londres) ist ein Roman des belgischen Schriftstellers Georges Simenon, der im Herbst 1933 in Marsilly, Charente-Maritime, geschrieben wurde. Der französische Verlag Fayard publizierte die Buchausgabe im Dezember 1933, während die Tageszeitung Le Journal den Roman vom 18. Dezember 1933 bis 9. Januar 1934 in 23 Folgen abdruckte. Unter dem Titel Der Mann aus London erschienen insgesamt vier deutsche Übersetzungen: 1934 von Hilde Barbasch in der deutschsprachigen Exilzeitung Pariser Tageblatt, im Folgejahr von Harold Effberg in der Schlesischen Verlagsanstalt, 1969 von Hansjürgen Wille und Barbara Klau im Heyne Verlag und 1981 von Stefanie Weiss im Diogenes Verlag.
Ein französischer Bahnangestellter wird Zeuge, wie ein Mann aus London seinen Koffer durch den Zoll schmuggelt und anschließend seinen Komplizen ermordet. Es gelingt ihm, den Koffer an sich zu bringen, in dem sich die Beute eines Raubüberfalls befindet. Verlockt von dem plötzlichen Reichtum, hält er seinen Fund vor den Ermittlungsbehörden geheim. Als er dem Mörder wiederbegegnet, kommt es zu einem psychologischen Duell zwischen den beiden Männern, die einander nicht verraten dürfen.
- ↑ Biographie de Georges Simenon 1924 à 1945 auf Toutesimenon.com, der Internetseite des Omnibus Verlags.
- ↑ L’homme de Londres in der Simenon-Bibliografie von Yves Martina.
- ↑ Oliver Hahn: Bibliografie deutschsprachiger Ausgaben. Georges-Simenon-Gesellschaft (Hrsg.): Simenon-Jahrbuch 2003. Wehrhahn, Laatzen 2004, ISBN 3-86525-101-3, S. 103.