Der Trompeter von Säkkingen (Versepos)
Der Trompeter von Säkkingen (modernisiert: Der Trompeter von Säckingen, vollständiger Titel: Der Trompeter von Säkkingen. Ein Sang vom Oberrhein) ist ein Versepos von Joseph Victor Scheffel, das er 1853 als Erstlingswerk in der Metzlerschen Buchhandlung in Stuttgart publizierte. Ein bürgerlicher Student verdingt sich als der titelgebende Trompeter und verliebt sich in die adelige Margareta, darf sie zwar wegen des Standesunterschiedes nicht heiraten, aber Jahre später wird die Liebe doch noch erfüllt und es kommt zu einem märchenhaften happy end.
Seit etwa 1870 fand die Dichtung, die auf einer Begebenheit aus dem 17. Jahrhundert aufbaut und überdies autobiographische Züge trägt, großen Anklang beim Publikum und war zeitweise eines der meistgelesenen Bücher Deutschlands. Dies führte bis 1921 zu 322 Auflagen und noch zu Lebzeiten des Verfassers zu Übersetzungen in mehrere europäische Sprachen. Zudem wurde das Thema in andere Kunstformen übernommen. Hingegen äußerte sich die Literaturkritik teilweise distanziert zu dem Werk. So schrieb der Literaturhistoriker Eduard Engel: „Dass der Trompeter kein Werk hoher Dichtkunst ist, darüber herrscht heute wohl Übereinstimmung.“
- ↑ Übersetzungen des Trompeters auf der Website der Scheffel-Freunde
- ↑ Eduard Engel: Geschichte der deutschen Literatur des Neunzehnten Jahrhunderts und der Gegenwart. G. Freytag, Leipzig, 5. Auflage 1913, S. 234.