Deutsche Bundesstiftung Umwelt

Deutsche Bundesstiftung Umwelt
(DBU)
Rechtsform Stiftung bürgerlichen Rechts
Gründung 18. Juli 1990
Gründer Bundesrepublik Deutschland
Sitz Osnabrück
Zweck Förderung von Projekten in den Bereichen Umwelttechnik, Umweltforschung & Naturschutz sowie Umweltkommunikation & Kulturgüterschutz
Vorsitz Kai Niebert
Geschäftsführung Alexander Bonde
Umsatz 121.329.000 Euro (2023)
Stiftungskapital 2.930.000.000 Euro (2025)
Website dbu.de

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) ist eine Stiftung bürgerlichen Rechts, die von der Bundesrepublik Deutschland gegründet wurde, mit Sitz in Osnabrück.

Die Stiftung wurde aufgrund des Gesetzes zur Errichtung einer Stiftung „Deutsche Bundesstiftung Umwelt“ vom 18. Juli 1990 als Stiftung bürgerlichen Rechts errichtet. Das Stiftungskapital wurde aus dem Verkaufserlös der Salzgitter AG mit rund 2,5 Mrd. DM (rund 1,3 Mrd. €) von der Bundesrepublik Deutschland bereitgestellt. Mit diesem Stiftungsvermögen gehört sie zu den größten Stiftungen in Europa. Aufgabe der Stiftung ist es, Vorhaben zum Schutz der Umwelt unter besonderer Berücksichtigung der mittelständischen Wirtschaft zu fördern und dabei in der Regel außerhalb staatlicher Programme tätig zu werden. Insbesondere werden Forschung, Entwicklung und neuartige Lösungen im Bereich umwelt- und gesundheitsfreundlicher Verfahren und Produkte sowie der Austausch von Wissen über die Umwelt, innerdeutsche Kooperationsprojekte in der Anwendung von Umwelttechnik und Modellvorhaben zur Sicherung und Bewahrung national wertvoller Kulturgüter vor schädlichen Umwelteinflüssen gefördert.

Die Stiftung soll in der Regel außerhalb der staatlichen Programme tätig werden und möglichst selbständig und unabhängig den Stiftungszweck verwirklichen. Aus diesem Grund wurde die Stiftung in der Rechtsform des bürgerlichen Rechts vorgesehen. Diese Rechtsform sollte (in ausdrücklicher Anlehnung an die VolkswagenStiftung) ein hohes Maß an Selbständigkeit und Flexibilität ermöglichen. Seit Aufnahme der Stiftungsarbeit am 1. März 1991 hat sie nach eigenen Angaben mehr als 11.300 Projekte mit rund 2,12 Milliarden Euro Fördervolumen unterstützt. Das aktuelle Stiftungskapital beträgt 2,93 Mrd. Euro (Stand: Juli 2025).

Der DBU steht ein Kuratorium mit 16 Mitgliedern vor, die von der Bundesregierung berufen werden. Vorsitzender ist der Präsident des Deutschen Naturschutzrings Kai Niebert. Das Kuratorium bestellt einen Generalsekretär, der die Geschäftsstelle leitet. Seit 2018 ist dies Alexander Bonde.

  1. Markus Große Ophoff u. a.: Jahresbericht 2023. Hrsg.: Deutsche Bundesstiftung Umwelt. Osnabrück 2024, DNB 1345915772, Kap. Ertragslage 2023, S. 128, Sp. 2 (dbu.de [PDF; 4,3 MB; abgerufen am 12. März 2025]).
  2. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt. In: dbu.de, abgerufen am 14. November 2025 (Selbstdarstellung).
  3. Deutscher Bundestag – 11. Wahlperiode: Gesetzentwurf der Bundesregierung Entwurf eines Gesetzes zur Errichtung einer „Stiftung Deutsche Stiftung Umwelt“. Drucksache 11/6931. (PDF; 252 kB) In: bundestag.de, 23. April 1990, abgerufen am 3. September 2020.
  4. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt. In: dbu.de, abgerufen am 12. September 2025 (Selbstdarstellung).
  5. Das Kuratorium der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. In: dbu.de. Abgerufen am 17. Dezember 2017: „Der Vorstand der Stiftung – und somit ihr wichtigstes Organ – übt Kontrollfunktionen aus und stimmt über wichtige Entscheidungen ab.“
  6. Kuratorium. In: dbu.de. Abgerufen am 14. Mai 2023.
  7. Förderleitlinien der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. (PDF; 914 kB) Abschnitt Stiftungsurkunde und Satzung, § 5 Kuratorium, S. 45. In: dbu.de, abgerufen am 14. November 2025.
  8. Der Generalsekretär. In: dbu.de. Abgerufen am 14. November 2025.