Deutsche Frühjahrsoffensive 1918

Deutsche Frühjahrsoffensive 1918
Teil von: Erster Weltkrieg

Karte der Offensive
Datum 21. März bis 17. Juli 1918
Ort Nordfrankreich
Ausgang Stopp des deutschen Vormarsches
Folgen Erneuter Übergang der Initiative an die Alliierten
Konfliktparteien

Deutsches Reich Deutsches Reich

Vereinigtes Konigreich 1801 Vereinigtes Königreich
Dritte Französische Republik Frankreich
Vereinigte Staaten 48 Vereinigte Staaten

Befehlshaber

Deutsches Reich Erich Ludendorff

Dritte Französische Republik Ferdinand Foch
Vereinigtes Konigreich 1801 Douglas Haig
Vereinigte Staaten 48 John J. Pershing

Truppenstärke

6 Armeen

7 Armeen

Verluste

230.000 Tote
bzw. 478.000 Tote, Vermisste und Verwundete

300.000–320.000 Tote
bzw. 583.000 Tote, Vermisste und Verwundete

Als Frühjahrsoffensive bezeichnet man eine Serie von fünf Offensiven des deutschen Heeres an der Westfront des Ersten Weltkriegs im Frühjahr des letzten Kriegsjahres 1918. Die erste begann am 21. März 1918; die fünfte Mitte Juli – ein letzter deutscher Offensivversuch an der Marne. Angefangen mit der Operation Michael (auch Große Schlacht in Frankreich oder Kaiserschlacht genannt) war die Frühjahrsoffensive der letzte Versuch des Deutschen Kaiserreichs, an der Westfront einen für die Mittelmächte günstigen Ausgang des Krieges herbeizuführen.

Die Angriffsoperationen kamen für die Entente-Mächte überraschend, da sie an einen nahen Zusammenbruch des deutschen Heeres glaubten. Nach einer schweren Krise einigten sich Großbritannien und Frankreich unter dem Druck der Lage, die Westfront unter das Oberkommando des französischen Marschalls Ferdinand Foch zu stellen. Gegen den verstärkten Widerstand der beiden westlichen Hauptmächte, unterstützt durch die American Expeditionary Forces und eine Reihe weiterer verbündeter Nationen, erlahmte die Kraft der deutschen Offensiven schließlich nach drei Monaten; ab Mitte Juli 1918 ging die Initiative endgültig an die Entente über. Damit hatte die deutsche Oberste Heeresleitung an der Westfront keinen Handlungsspielraum mehr. Dies zeigte sich bei der letzten der deutschen Offensiven beidseits von Reims im Juli und am ersten Tag der Schlacht bei Amiens (8. August, Schwarzer Tag des deutschen Heeres). Nach weiteren Monaten schwerer Abwehrkämpfe verlangte die Militärführung Ende September 1918 einen Waffenstillstand.

  1. Michael Salewski: Der Erste Weltkrieg. Schöningh, Paderborn 2003, ISBN 3-506-77403-4, S. 308; und Wolfgang Venohr: Ludendorff. Legende und Wirklichkeit. Ullstein, Berlin 1993, ISBN 3-550-07191-4, S. 334; und Volker Berghahn: Der Erste Weltkrieg. Beck, München 2003, ISBN 3-406-48012-8, S. 96.
  2. 1 2 Micheal Clodfelter: Warfare and Armed Conflicts. A Statistical Reference to Casualty and Other Figures, 1500–2000. Second Edition. Mc Farland & Company, Inc., Publishers, Jefferson N. C. and London, 2002. ISBN 0-7864-1204-6, S. 452f.
  3. Volker Berghahn: Der Erste Weltkrieg. Beck, München 2003, ISBN 3-406-48012-8, S. 96.