Deutscher Judo-Bund
| Deutscher Judo-Bund | |
|---|---|
| Gegründet | 8. August 1953 |
| Gründungsort | Frankfurt am Main |
| Präsident | Thomas Schynol |
| Vorstand | Johannes Karsch (DJB-Vorstand), Michael Bazynski (Vorstand Leistungssport) |
| Vereine | 2386 (Stand 2024) |
| Mitglieder | 132.088 (Stand 2024) |
| Verbandssitz | Frankfurt am Main |
| Website | www.judobund.de |
Der Deutsche Judo-Bund e. V. (DJB) ist ein Verband der deutschen Judoka und der vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) anerkannte olympische Spitzensportverband für die Sportart Judo.
Der Judosport in Westdeutschland war als Sportart der Schwerathletik von 1949 bis 1954 im Deutschen Athleten-Bund (DAB) organisiert. Am 8. August 1953 wurde der Deutsche Judo-Bund von Dan-Trägern des Deutschen Dan-Kollegiums (DDK) wie Alfred Rhode vom 1. Deutschen Judo-Club (1. DJC in Frankfurt am Main) gegründet. Alfred Rhode hatte mit dem 1. DJC auf seiner Frankfurter Sommerschule im Jahr 1932 den Judosport in Deutschland eingeführt.
Die getrennten Aufgabengebiete der beiden Verbände DJB und DDK ergänzten sich zum Gründungszeitpunkt des DJB. Das DDK war zuständig für die Dan-Träger, Ausbildung der Lehrer, Verbreitung & Lehre des Judogedankens und Prüfungen. Ab 1955 war der DJB alleine zuständig für das Wettkampfgeschehen – für nationale und internationale Turniere und Meisterschaften, nachdem der DAB im Dezember 1954 seine Zuständigkeit für den Judosport an den DJB übertragen hatte.
Im internationalen und europäischen Kontext konzipiert, veranstaltet und fördert der DJB diverse Jugendaustauschprogramme. Außerdem setzt er sich für die Förderung und Entwicklung des Breiten-, Behinderten-, Gesundheits- und Leistungssports ein. Zusätzlich sichert er die Aus- und Weiterbildung.
Der DJB wurde 1956 vom Deutschen Sportbund anerkannt und arbeitete bis 1990 gemeinsam mit dem DDK zusammen. Am 2. Februar 1991 vereinigten sich in Passau der Deutsche Judo-Bund der BRD (DJB) und der Deutsche Judo-Verband der DDR (DJV) unter dem Namen Deutscher Judo-Bund. Der Judo-Bund veranstaltet Judo-Meisterschaften in Deutschland genauso wie andere Fachverbände in Deutschland auch.
Vom 3. bis 6. Oktober 2013 feierte der Judo-Bund mit einem Judo-Festival in Köln sein 60-jähriges Bestehen. Hier wurden u. a. Einzel- sowie Mannschaftswettbewerbe durchgeführt und auch Kurse und Vorführungen angeboten.
Verbandsorgan des DJB ist das Judo Magazin, welches neben Hintergrundberichten über die großen Turniere auch die wichtigsten Techniken vermittelt. Geschichten und Fakten aus der Welt des Judosports finden in dem Judo Magazin ebenfalls ihren Platz.
Der Deutsche Judo-Bund ist Mitglied im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). Unter seinem Dach können sich Sportverbände verwandter Sportarten, wie zum Beispiel Sumo, dem DOSB anschließen, deren Mitgliederzahlen die Aufnahmekriterien für eine direkte Mitgliedschaft im DOSB nicht erfüllen.
- ↑ Judo und seine Geschichte. Deutscher Judo-Bund e. V., abgerufen am 18. März 2025.
- 1 2 3 Ansprechpartner (DJB). Deutscher Judo-Bund e. V., abgerufen am 18. März 2025.
- 1 2 Bestandserhebung 2024. (PDF; 844 kB) In: cdn.dosb.de. Deutscher Olympischer Sportbund, 31. Oktober 2024, S. 7, 14, abgerufen am 19. Mai 2025 (Stichtag der Erfassung: 1. Januar 2024).
- ↑ Impressum. In: judobund.de. Deutscher Judo-Bund e. V., abgerufen am 18. März 2025.
- ↑ Detail – Deutscher Judo-Bund. Über uns → Mitgliedsorganisationen. In: DOSB.de. Deutscher Olympischer Sportbund, abgerufen am 17. März 2025.
- ↑ DJB – Judo-Festival in Köln! ( vom 25. März 2016 im Internet Archive) In: festival.judobund.de.
- ↑ YouTube: Judo Festival Cologne 60 years anniversary JudoBund – Germany vs Netherlands.