Deutscher Sattler-, Tapezierer- und Portefeuiller-Verband

Deutscher Sattler-, Tapezierer- und Portefeuiller-Verband
Gründung 2. April 1920
Auflösung 2. Mai 1933
Sitz Berlin
Vorläufer Verband der Sattler und Portefeuiller,
Verband der Tapezierer und verwandter Berufsgenossen Deutschlands
Nachfolger Industriegewerkschaft Leder (DDR),
Gewerkschaft Leder (BRD)
Zweck Gewerkschaft
Mitglieder 31.406 (1928)

Der Deutsche Sattler-, Tapezierer- und Portefeuiller-Verband war eine freigewerkschaftliche Organisation, die zwischen 1920 und 1933 bestand. Der Verband organisierte die Arbeiter und Arbeiterinnen in den Sattlereien, in der Reiseartikeln-, Portefeuilles- und Lederwarenindustrie sowie im Tapezierergewerbe. Ferner gehörten ihm Arbeiter und Arbeiterinnen der Treibriemenfabriken und die in der Fahrzeugindustrie beschäftigten Berufsangehörigen an. Der Verband war 1920 aus der Fusion des Verbandes der Sattler und Portefeuiller (gegründet 1909) mit dem Verband der Tapezierer und verwandter Berufsgenossen Deutschlands (gegründet 1897) hervorgegangen. Sitz des Verbandes war Berlin (Michaelkirchstraße 14). Vorsitzender des Deutschen Sattler-, Tapezierer- und Portefeuiller-Verbandes waren von 1920 bis 1929 Peter Blum und von 1929 bis 1933 Friedrich Gerhardt.

  1. Michael Ruck (Bearb.): Die Gewerkschaften in den Anfangsjahren der Republik 1919–1923. Bund-Verlag, Köln 1985, S. 1034.
  2. Michael Ruck (Bearb.): Die Gewerkschaften in den Anfangsjahren der Republik 1919–1923. Bund-Verlag, Köln 1985, S. 1040.