Deutschkonservative Partei

Deutschkonservative Partei
Partei­vorsitzende Otto von Helldorff (1876–1892)
Otto von Manteuffel (1892–1911)
Ernst von Heydebrand und der Lasa (1912–1918)
Gründung 7. Juni 1876
Auflösung Juni / Juli 1933
Zeitung Die Post, Der Reichsbote, Allgemeine Konservative Monatsschrift für das christliche Deutschland, Deutsches Adelsblatt
Aus­richtung Monarchismus
Interessen des preußischen Adels
Konservatismus
Protestantismus
Großgrundbesitzer-Interessen
Großindustrie-Interessen
Mitglieder­zahl typische Honoratiorenpartei ohne feste Mitgliederstrukturen
Reichstagsmandate: 43/397 (1912)

Die Deutschkonservative Partei war eine monarchistische, teilweise antisemitische Partei im Deutschen Kaiserreich. Wirtschaftlich protektionistisch eingestellt, vertrat sie die Interessen des Großgrundbesitzes. Während sie die militärische Aufrüstung unterstützte, verhielt sie sich der Kolonialpolitik gegenüber zurückhaltender. Der Machtschwerpunkt der Partei lag in Preußen, östlich der Elbe. Getragen wurde die Partei von Adligen, Großgrundbesitzern, Bismarck-Anhängern und Protestanten. Sie hatte nur wenige feste Strukturen, erhob keine Mitgliedsbeiträge und veranstaltete nur selten Parteitage. Sie gilt als Honoratiorenpartei. Die Deutschkonservative Partei war Nachfolgepartei der preußischen Altkonservativen, ein Großteil ihrer Mitglieder beteiligte sich nach dem Ende des Kaiserreichs 1918 an der Gründung der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP).