Deutschordensburg

Auf dem Gebiet des Deutschordensstaats entstanden ab dem 13. Jahrhundert zahlreiche Ordensburgen. Sie dienten der Mission als geistliche und als weltliche Stützpunkte: als Klöster und als Burgen. Sie waren häufig auch Sitz von Kommenden des Deutschen Ordens und Vogteien des Ordens.

Der Orden als Hauptträger der Landesverteidigung musste vor allem an eine schnelle Befestigung der strategisch wichtigen Punkte verfolgen, wobei die von den Schwertbrüdern erprobte Taktik übernommen wurde, die Festungen auf bestehenden Burgbergen und Wallburgen der einheimischen Völker der Prußen, Liven, Letten oder Esten, die aus rasch aufgeworfenen Holz- und Erdbefestigung bestanden, aufzubauen.

  1. Armin Tuulse: S. 73
  2. Friedrich Benninghoven: S. 572