Deutschsoziale Partei

Deutschsoziale Partei
Partei­vorsitzende Max Liebermann v. Sonnenberg (1889–1894, 1900–1911)
Wilhelm Lattmann (1911–1914)
Gründung 11. Juli 1889
Gründungs­ort Bochum
Auflösung 7. Oktober 1894 (erste Fusion; bis zur erneuten Selbständigkeit 1900)
14. März 1914
Haupt­sitz Bochum
Zeitung Hannoversche Post, Deutsch-Soziale Blätter
Aus­richtung Völkische Bewegung
Antisemitismus
Rassismus
Mitglieder­zahl 10.000 (1910)
Reichstagsmandate: 4/397 (1893)

Die Deutschsoziale Partei (DSP, auch: Deutschsoziale Antisemitische Partei) war eine antisemitische Partei im deutschen Kaiserreich. Sie ging 1889 auf dem Bochumer Kongress unter der Regie von Max Liebermann von Sonnenberg und Theodor Fritsch aus der 1886 in Kassel gegründeten Deutschen Antisemitischen Vereinigung hervor. Sie fusionierte 1894 mit der ähnlich ausgerichteten Deutschen Reformpartei zur Deutschsozialen Reformpartei, wurde 1900 aber wieder selbstständig. 1914 ging sie in der Deutschvölkischen Partei auf.

  1. Hrsg. Eberhard Büssem, Michael Neher: Repetitorium der deutschen Geschichte. Neuzeit 3. 1871–1914. Die imperiale Expansion, Verlag Akademische Buchhandlung, München, 1972. S.266.
  2. Imke Scheib: Christlicher Antisemitismus im deutschen Kaiserreich. Adolf Stoecker im Spiegel der zeitgenössischen Kritik. EVA, Leipzig 2021, ISBN 978-3-374-06952-1. S. 338.
  3. Wolfgang Benz (Hrsg.): Handbuch des Antisemitismus Band 5: Organisationen, Institutionen, Bewegungen. De Gruyter, Berlin 2012, ISBN 3-598-24078-3, S. 201.