Diabetes insipidus

Klassifikation nach ICD-10
E23.2 Hypophysärer Diabetes insipidus
N25.1 Renaler Diabetes insipidus
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)
Klassifikation nach ICD-11
5A61.5 Zentraler Diabetes insipidus
GB90.4A Nephrogener Diabetes insipidus
ICD-11: EnglischDeutsch (Vorabversion)

Der Diabetes insipidus (von altgriechisch διαβαίνειν diabainein ‚hindurch passieren‘ und lateinisch insipidus ‚ohne Geschmack‘: „geschmacklose Harnruhr“ – im Gegensatz zur „honigsüßen Harnruhr“, „Honigharnruhr“, dem Diabetes mellitus), auch Diabetes spurius, Wasserharnruhr und (seltener) Wasserruhr oder Durstkrankheit genannt, ist eine angeborene oder erworbene Krankheit.

Der Diabetes insipidus ist charakterisiert durch eine vermehrte Urinausscheidung (Polyurie, hier eine primäre Polyurie) und ein gesteigertes Durstgefühl (Polydipsie) mit vermehrtem Trinken. Meistens liegt ihre Ursache in einer Störung der neurohumoralen Regulation zwischen Hypophysenhinterlappen und hypothalamischen Kernen. Betroffen sind eher Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene als ältere Menschen.

  1. Ludwig August Kraus: Kritisch-etymologisches medicinisches Lexikon. 3. Auflage. Verlag der Deuerlich- und Dieterichschen Buchhandlung, Göttingen 1844, S. 305; Textarchiv – Internet Archive.
  2. Ludwig Weissbecker: Krankheiten des Hypophysen-Zwischenhirnsystems. In: Ludwig Heilmeyer (Hrsg.): Lehrbuch der Inneren Medizin. Springer-Verlag, Berlin / Göttingen / Heidelberg 1955; 2. Auflage ebenda 1961, S. 1008–1013, hier: S. 1009 f.
  3. Diabetes insipidus. medizinfo.de; abgerufen am 9. Februar 2018.