Diadem

Das Diadem (von altgriechisch διάδημα diádema „Stirnbinde“) hat seinen Ursprung in der antiken Stirnbinde, die zunächst nur dazu diente, die Haare zusammenzuhalten. Als weiße Stoffbinde nach einem Sieg getragen, entwickelte sie sich zur herrschaftlichen Königsbinde.

Parallel dazu existierte die Tradition der Kränze (corona), wie etwa der Lorbeerkranz. Ursprünglich aus echten Pflanzen gewunden, wurden diese später als dauerhafte Statussymbole aus Gold nachgebildet.

m Laufe der Antike verschmolzen diese Einflüsse: Aus der weichen Binde und dem metallischen Kranz entstand das Diadem in seiner heutigen Form – ein fester Stirn- oder Kopfreif, der die Stirnmitte betont. Davon abzugrenzen ist die Tiara: Während das Diadem meist ein flacherer Reif ist, bezeichnet die Tiara heute eine höher aufragende, oft halbrunde Schmuckform.

Sowohl Diademe als auch Tiaras gelten als Vorstufen der Krone. Während der Lorbeerkranz heute vor allem ein symbolisches Ehrenzeichen ist, werden das Diadem und die Tiara weiterhin als festlicher Kopfschmuck, insbesondere von Frauen zu feierlichen Anlässen, getragen.