Diatretglas

Ein Diatretglas (altgriechisch διάτρητος diatretos „durchbrochen, durchbohrt“) ist ein meist glockenförmiges, prunkvolles doppelwandiges Gefäß mit durchbrochenem Glas, das in der Römischen Kaiserzeit und insbesondere in der Spätantike verwendet wurde. Gemeint ist damit, dass der Gefäßkörper von einem durchbrochenen Glasnetz umfangen wird. Die Gefäße werden daher auch als Netzbecher und im Englischen auch als cage cups („Käfiggläser“) bezeichnet.

  1. Anton Kisa: Das Glas im Altertume. Hiersemann, Leipzig 1908, S. ?.