Die Griechischen Christlichen Schriftsteller

Die Griechischen Christlichen Schriftsteller (GCS) ist eine von Adolf Harnack und Theodor Mommsen im Jahre 1891 gegründete Publikationsreihe, welche die griechischen Schriften des frühen Christentums in textkritischen Editionen unter vollständiger Erfassung der handschriftlichen Überlieferung versammeln soll.

Das Corpus war zunächst auf die Griechischen Christlichen Schriftsteller der ersten drei Jahrhunderte beschränkt, doch wurde diese zeitliche Eingrenzung im Titel nach 1945 fallengelassen. An die Seite dieses Corpus stellte Harnack die bereits 1882 begründete Reihe der Texte und Untersuchungen zur Geschichte der altchristlichen Literatur (TU). Später wurde auch die Beschränkung auf griechische Texte fallen gelassen, sodass alle Sprachen des christlichen Orients berücksichtigt werden. Zu den bekanntesten Bänden gehören die Ausgaben mit den Texten aus Nag Hammadi.

Die Griechischen Christlichen Schriftsteller als Forschungsprojekt wurde beendet; seit 2011 wird das Thema an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften im Nachfolgeprojekt Die alexandrinische und antiochenische Bibelexegese in der Spätantike fortgeführt. Leiterin der Arbeitsstelle des neuen Projektes ist Annette von Stockhausen, Projektleiter ist Christoph Markschies. Das neue Projekt wird – wie auch die GCS zuvor – im überregionalen Akademienprogramm gefördert, das von Bund und Ländern finanziert wird.

  1. Die griechischen christlichen Schriftsteller, Seite über das Projekt bei bbaw.de, abgerufen am 28. Juli 2024
  2. Wissenschaftspolitische Stellungnahme zum Akademienprogramm, Wissenschaftsrat 2020, Seite 87, mit einer Übersicht aller Projekte, PDF, abgerufen am 28. Juli 2024
  3. Die alexandrinische und antiochenische Bibelexegese in der Spätantike, Darstellung des Projekts auf bbaw.de, abgerufen am 28. Juli 2024
  4. Christoph Markschies: Bibelauslegen in der Antike – ein neues Akademienvorhaben, in: Zeitschrift für Antikes Christentum, ISSN 0949-9571 (2012), S. 425-432, Volltext zugänglich über den edoc-Server der bbaw über