Die Schlümpfe
Die Schlümpfe (im französischsprachigen Original: Les Schtroumpfs) sind Comicfiguren, die 1958 vom belgischen Zeichner und Autor Peyo (Pierre Culliford, 1928–1992) zunächst als koboldartige Nebenfiguren für seine Comicserie Johan et Pirlouit (dt. meist Johann und Pfiffikus) entworfen wurden. Diese erschien damals im Magazin Spirou. Ab 1959 veröffentlichte Peyo dort dann auch eigenständige Comics mit den Schlümpfen.
Ausgehend von den Comics wurden die Schlümpfe rasch populär: zunächst im französischen und niederländischen, ab Ende der 1960er Jahre auch im deutschen Sprachraum und in weiteren europäischen Ländern. Den endgültigen Durchbruch zum internationalen Erfolg erreichten sie mit der TV-Zeichentrickserie, die ab 1981 in den USA produziert und global vermarktet wurde. Parallel dazu sorgten auch PVC-Figuren, Kinofilme, Musikaufnahmen, Hörspiele und Videospiele mit den Schlümpfen für deren wachsende Verbreitung und entsprechende Umsätze. Diese wurden für 2013 weltweit mit 25 Millionen verkauften Comic-Alben, 300 Millionen Figuren, 40 Millionen Schallplatten und CDs sowie 8 Millionen DVDs beziffert. Hinzu kommen zahllose Lizenzen für Produkte mit Schlumpfmotiven.
- ↑ "Quant aux Schtroumpfs, en les créant je pensais davantage aux trolls, aux lutins, gnomes et autres farfadets dont nos légendes sont peuplés." ("Was die Schlümpfe betrifft, als ich sie schuf, dachte ich vor allem an die Trolle, die Zwerge, Gnome und andere Kobolde, die unsere Märchen bevölkern." [Peyo, in: Les cahiers de la bande dessinée, no. 54, 1983])
- ↑ Le monde est à leurs schtroumpfs. Le Point, 25. Juli 2013, abgerufen am 14. Juni 2020 (französisch).