Die Unfähigkeit zu trauern

Die Unfähigkeit zu trauern. Grundlagen kollektiven Verhaltens ist ein 1967 erschienenes psychoanalytisches Werk von Alexander Mitscherlich und Margarete Mitscherlich. In mehreren Essays untersuchten sie den Umgang der ehemaligen Hitler-Anhänger mit der Zeit des Nationalsozialismus in der Adenauer-Ära und allgemein die Abwehrhaltung des Einzelnen und der Masse gegenüber Schuld und Mitschuld an politischen Verbrechen in Deutschland. Das Werk erregte in den 1960er Jahren internationales Aufsehen und wurde breit diskutiert. Der Titel wurde noch Jahrzehnte später benutzt, um bestimmte Haltungen in Deutschland zu charakterisieren, zum Beispiel nach dem Mord an Walter Lübcke 2019.

  1. So die Zusammenfassung bei: Margarete Mitscherlich Internationales Biographisches Archiv, 28/2011 vom 12. Juli 2011 (rw). Ergänzt um Nachrichten durch MA-Journal bis KW 24/2012, im Munzinger-Archiv, abgerufen am 15. Juni 2012 (Artikelanfang frei abrufbar)
  2. Iring Fetscher: Mitscherlich, Alexander. In: Neue Deutsche Biographie, Bd. 17, Berlin 1994, S. 574 (online)
  3. So z. B.Mely Kiyak: Unfähig zu trauern. In: Zeit Online. 26. Juni 2019, abgerufen am 16. Dezember 2020.