Die großen Vier (Energieversorgung)

Die großen Vier waren die vier größten Energie-/Elektrizitätsversorgungsunternehmen (EVU) in Deutschland: E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall.

Zu den „großen Vier“ gehörten auch zahlreiche Tochterunternehmen, wie z. B. Eprimo und E wie einfach (jeweils zu 100 Prozent im Besitz von E.ON), Naturenergie plus und Yello Strom (zu 100 Prozent im Besitz von EnBW).

Im Rahmen der Liberalisierung der Energiemärkte in der Europäischen Union wurden in Deutschland im Laufe der 1990er- bis Anfang der 2000er-Jahre aus ehemals acht großen Energiekonzernen nur noch vier. „Die großen Vier“ hielten in den ersten Jahren der Liberalisierung ein Oligopol in der Stromerzeugung mit beträchtlicher Marktmacht. So urteilte der Monitoringbericht 2007 von Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt:

..., dass E.ON und RWE ca. 52 Prozent der Stromerzeugungskapazitäten in 2003 und 2004 zur Verfügung stehen. Die vier größten Stromversorgungsunternehmen kommen in diesem Zeitraum auf einen gemeinsamen Anteil von über 82 Prozent. Auch bei der in diesen Jahren erzeugten Nettostrommenge zeigt sich eine ähnliche Verteilung der Anteile auf geringfügig höherem Niveau. E.ON und RWE halten einen gemeinsamen Anteil von rund 60 Prozent in diesen Jahren, der Anteil der vier größten Stromversorgungsunternehmen liegt bei rund 90 Prozent.

Der Anteil Erneuerbarer Stromerzeugung, im Jahr 2007 bei 14,2 % vom Stromverbrauch, wird bei diesen Prozenten außen vorgelassen.

  1. www.focus.de: Kritik an den großen vier (Memento des Originals vom 29. Oktober 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  2. www.wiwo.de: Politik der Energiewende macht große Versorger kaputt
  3. www.bpb.de: Die großen Vier
  4. www.energieverbraucher.de: Der lange Arm der Energiewirtschaft
  5. www.robinwood: Die Macht der großen Vier! (PDF-Datei; 107 kB)
  6. Monitoringbericht 2007. Abgerufen am 23. Juli 2022.