Die lustigen Weiber von Windsor (Schauspiel)
Die lustigen Weiber von Windsor (engl. The Merry Wives of Windsor) ist eine Komödie von William Shakespeare. Das Stück handelt von dem beleibten Sir John Falstaff, der in völliger Verkennung seiner Wirkung auf zwei Ehefrauen, beide zu verführen und um ihr Geld zu betrügen versucht. Als sie seinen Plan erkennen, locken die Frauen Falstaff gleich mehrfach in die Falle.
Das Werk wurde vermutlich 1597/98 verfasst und erschien erstmals 1602 in einer wohl nicht autorisierten Fassung als Quarto im Druck. Als Inspiration diente Shakespeare möglicherweise eine Erzählung aus der Novellensammlung Il Pecorone (I,2) von Giovanni Fiorentino aus dem Jahre 1558. Die erste Aufführung wird für das Jahr 1597 vermutet, der früheste Beleg datiert auf den 4. November 1604.
Die Figur des Falstaff, eine der beliebtesten von Shakespeare, spielt bereits in den kurz zuvor entstandenen Königsdramen Heinrich IV., Teil 1 und Heinrich IV., Teil 2 eine wichtige Rolle. Während er dort auch melancholische und nachdenkliche Züge trägt, ist er in Die lustigen Weiber von Windsor lediglich der komische Schurke. Das Stück wird von der Kritik daher wenig geschätzt, erfreut sich aber beim Publikum einer ungebrochenen Beliebtheit. Seine bekannteste Adaption ist Verdis Oper Falstaff. Weitere Vertonungen des Stoffes für die Opernbühne stammen u. a. von Carl Ditters von Dittersdorf, Antonio Salieri und – besonders bekannt im deutschsprachigen Raum – Otto Nicolai.