die neue linie
die neue linie war der Name der ersten deutschen Lifestyle-Zeitschrift, die zwischen 1929 und 1943 im Leipziger Verlag Otto Beyer erschien und ein – zur damaligen Zeit – radikal neues Konzept darbot. Der Herausgeber war Bruno Erich Werner. In enger Zusammenarbeit mit dem Verleger Arndt Beyer (Sohn vom Verlagsgründer Otto Beyer) huldigte das Blatt der neuen anspruchsvollen Lebensart und thematisierte neben Mode und Literatur vor allem Trends in den Bereichen Reise, Technik und Architektur – speziell aus Bauhaussicht. Es richtete sich vor allem an die intellektuelle und modebewusste Oberschicht, insbesondere aber an die Frau. Das aufwändige Konzept der Illustrierten, das von Künstlern des Bauhauses kreiert wurde, sowie der stolze Preis von einer Reichsmark führten dazu, dass das Blatt vom Verlag querfinanziert werden musste; es galt als Prestigeobjekt des Verlages. Die Schriftleitung befand sich in Berlin, Charlottenstraße 74/75. Für Mode war Hedwig Stock und für Handarbeiten Margarete Lang zuständig. Klischeeherstellung und Druck erfolgten bei der Firma Oscar Brandstetter in Leipzig. Insgesamt erschienen 163 Ausgaben mit einer Auflage von jeweils 40.000 Exemplaren.