Die offene Gesellschaft und ihre Feinde

Die offene Gesellschaft und ihre Feinde (englisch: The Open Society and Its Enemies) ist ein Werk des Philosophen Karl Popper über politische Philosophie. Es geht darin um eine „Verteidigung der offenen Gesellschaft gegen ihre Feinde“ sowie um Kritik an den Theorien des teleologischen Historizismus, wonach sich die Geschichte unaufhaltsam nach universellen Gesetzen entfaltet. Popper beschuldigt Platon, Georg Wilhelm Friedrich Hegel und Karl Marx des Totalitarismus, weil sie sich zur Untermauerung ihrer politischen Philosophien auf den Historizismus stützten. Als weitere mit der offenen Gesellschaft unvereinbare Konzepte sieht Popper den Utopismus, Holismus und den Kollektivismus.

Das während des Zweiten Weltkriegs in Neuseeland geschriebene Werk Die offene Gesellschaft und ihre Feinde wurde 1945 in London bei Routledge in zwei Bänden veröffentlicht: Der Zauber Platos (The Spell of Plato) und Falsche Propheten: Hegel, Marx und die Folgen (The High Tide of Prophecy: Hegel, Marx, and the Aftermath). Eine einbändige Ausgabe mit einer neuen Einleitung von Alan Ryan und einem Essay von Ernst Gombrich wurde 2013 von Princeton University Press veröffentlicht.

  1. ‘The Open Society’ Revisited | Issue 38 | Philosophy Now. Abgerufen am 31. Juli 2021.
  2. Die offene Gesellschaft ist von vielen Seiten bedroht – wer die Gefahren erkennen will, fährt immer noch gut mit Karl Popper. In: NZZ. Abgerufen am 31. Juli 2021.