Digitalrechner
Digitalrechner (engl. digit, Ziffer, aus lat. digitum, Finger) sind Rechenmaschinen, die ihre Berechnungen auf der Basis symbolischer, diskreter Zahlenrepräsentationen (meistens in binärer Form, mit den Werten 0 und 1 – auch bekannt als Bits) durchführen.
Digitalrechner bauen auf Digitallogik und Digitaltechnik auf und haben über die Jahrzehnte eine rasante Entwicklung der Rechner- oder Prozessorarchitekturen (programmierbare Rechenwerke) hinter sich. Sie bestehen aus integrierten Schaltkreisen (ICs) oder „Computerchips“ und basieren auf Mikroprozessoren und anderen IC-Bausteinen, wie Speicher. Seit den 1980er Jahren sind alle gebräuchlichen Personal Computer (PC) oder andere computerbasierte Geräte wie Smartphones auch Digitalrechner. Das Gegenstück zu Digitalrechner sind die Analogrechner und unterscheiden sich von Dezimalrechnern.
Digitalrechner bzw. ICs werden von Unternehmen der Halbleiterindustrie entwickelte und produziert. Computer als Systeme für Endanwender werden dagegen von Unternehmen der IT-Branche vertrieben. Spezialisierte Unternehmen entwickeln und vertreiben Großrechner, Supercomputer oder Rechenzentren.
- ↑ Konrad Zuse: Der Computer – Mein Lebenswerk. 2010, doi:10.1007/978-3-642-12096-1.