Diolkos

Der Diolkos (altgriechisch Δίολκος, von διά dia ‚hindurch‘ und ὁλκός holkos ‚Zug‘) war ein in der griechischen Antike angelegter und benutzter Schiffskarrenweg über den Isthmus von Korinth, auf dem Schiffe zwischen dem Korinthischen und dem Saronischen Golf transportiert wurden. Die Abkürzung über die Landenge erlaubte es, die gefährliche Umschiffung der Peloponnes zu vermeiden. Eine schiffbare Verbindung an gleicher Stelle wurde bereits im 1. Jahrhundert n. Chr. zu bauen versucht, aber erst im 19. Jahrhundert mit dem Kanal von Korinth verwirklicht.

Die Hauptaufgabe des Ziehwegs galt dem Gütertransfer, während er in Kriegszeiten bevorzugt auch zur Beschleunigung militärischer Operationen genutzt wurde. Der 6 bis 8,5 km lange gepflasterte Rillenweg funktionierte nach dem Rad-Schiene-System und war von ca. 600 v. Chr. bis zur Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr. in Betrieb. Er stellte eine in diesem Maßstab in der Antike einzigartige Kombination der Spurrillenführung und des Überlandtransports von Seefahrzeugen dar.