Dis Manibus
Dis Manibus (lateinisch, den Totengeistern), abgekürzt D•M oder DD•MM, ist eine epigraphische Formel, die in Grabinschriften der Römischen Antike erscheint. Sie tritt häufig auch mit dem Zusatz Sacrum auf, abgekürzt dann D•M•S oder S•D•M, „den Totengeistern geweiht“.
Nach dem Ergebnis der Untersuchungen von Santoro trat sie nicht vor der Zeit des Augustus auf und wurde erst in nachaugusteischer Zeit, dann auch in abgekürzter Form, allgemein gebräuchlich.
- ↑ Bis heute grundlegend, wenn auch in Einzelheiten vielfach überholt, ist Beniamino Santoro, Il concetto dei Dii Manes nell’antichità romana, in: Rivista di filologia e di istruzione classica 17 (1889), S. 1–62; als ältester Beleg gilt meist die Inschrift CIL I² 1273, deren Datierung jedoch sehr unsicher ist, vgl. Maria Letizia Caldelli, Nota su D(is) M(anibus) e D(is) M(anibus) s(acrum) nelle iscrizioni cristiane di Roma, in: Ivan DiStefano Manzella (Hrsg.), Le iscrizioni dei cristiani in Vaticano. Materiali e contributi scientifici per una mostra epigrafica, Quasar, Città del Vaticano 1997 (= Inscriptiones sanctae sedis, 2), S. 185–187, S. 339–341, hier S. 339 ff.