Dorian Gray (Diskothek)

Das Dorian Gray war eine populäre Diskothek der 1980er und 1990er Jahre im Frankfurter Flughafen. Die Gründer und Betreiber Gerd Schüler und Michael Presinger orientierten sich mit dem am 8. November 1978 eröffneten Club am New Yorker Studio 54. Die Einrichtung der Diskothek kostete mehr als 2,5 Mio. DM und legte den Grundstein für den „erfolgreichsten Flughafen-Club“. Benannt wurde die Diskothek nach dem Buch Das Bildnis des Dorian Gray von Oscar Wilde. Zur Eröffnungsfeier verschickte die Geschäftsführung eine gedruckte Neuauflage des Romans als Einladung an die Gäste.

Das „Dorian Gray“ befand sich auf Ebene 0 (Tiefebene) der Halle C im Terminal 1 des Flughafens. Damit war das Dorian Gray nicht von der Sperrstunde betroffen, die zu dieser Zeit in Frankfurt bei 4:00 Uhr morgens lag.

  1. o. V.: „Millionen-Disco im Airport“, Der Spiegel 49/1978 vom 4. Dezember 1978, S. 228 online
  2. Von Wellershoff: „Flug in die Nacht“, Der Spiegel 48/1997 vom 24. November 1997, S. 137 online
  3. Tageszeitung Allgemeine Zeitung Mainz, Nr. 233, 245. Jahrgang, 7. Oktober 2020: „Abflug in die Disco“ Reportage von Monika Nellessen mit vielen schwarzweißen Archiv-Fotos von einstigen Gästen wie Otto Waalkes und einem farbigen Portraitfoto von Clubgründer Gerd Schüler. VRM GmbH & Co. KG, Mainz. S. 6
  4. Musikmagazin Intro, Nr. 210, März 2013: „33 deutsche Orte, die Popgeschichte schrieben“ Reportage mit Fotos über musikhistorisch bedeutsame Gebäude und Denkmäler in Deutschland, darunter die Biohof-Kommune M.A.R.S. von Thomas D in Daun/Eifel und das uphon-Tonstudio von The Notwist in Wilzhofen bei Weilheim in Oberbayern. Von den Autoren Felix Scharlau und Linus Volkmann. Verlag Intro GmbH & Co. KG, Köln. S. 50–57