Drahtgewebe (Filtration)
Drahtgewebe sind Flächengebilde mit gleichartigen Öffnungen in regelmäßiger Anordnung, die durch rechtwinkliges Verkreuzen von Kett- und Schussdrähten auf Webmaschinen hergestellt werden. Sie werden an vielen Stellen zur Filtration und zum Sieben eingesetzt, wo definierte und reproduzierbare Filtrationseigenschaften wichtig sind. Maschengewebe sind offene Drahtkonstruktionen, deren Maschenweite die Größe der vom Sieb zurückgehaltenen Partikel bestimmt. Filtertressengewebe sind hingegen Drahtgewebe, bei denen entweder die Kett- oder die Schussdrähte so dicht aneinanderliegen, dass in der Projektion keine Masche mehr sichtbar wird (Nullmasche), so dass eine sehr feine Filtration erzeugt wird.
- ↑ Gerhard Schönbauer: Drahtgewebe (Siebgewebe) für das Filtrieren von Kunststoffschmelzen. In: Gesellschaft Kunststofftechnik Verein Deutscher Ingenieure VDI (Hrsg.): Filtrieren von Kunststoffschmelzen (Kunststofftechnik). VDI Verlag GmbH, Düsseldorf 1981, ISBN 978-3-18-404080-2, S. 163–186.