Drahtwälzlager

Drahtwälzlager sind Wälzlager deren Wälzkörper auf vergleichsweise filigranen Laufdrähten laufen, statt von einem breiteren Innen- und Außenring umschlossen zu werden. Zur Stabilisierung müssen die Laufdrähte in entsprechende Aussparungen bzw. Ausnehmungen der umschließenden Konstruktion eingelegt werden. Als Wälzkörper dienen meist Kugeln oder Rollen, die von einem Käfig positioniert werden.

Erfunden wurde das Drahtwälzlager 1934 von Erich Franke, Mitgründer der Franke und Heydrich KG, Aalen/Württ. (heute Franke GmbH). Als junger Konstrukteur der Carl-Zeiss-Werke in Jena war Franke bemüht um eine besonders platzsparende Lagerung mit großem Radius für ein optisches Gerät. Die Lagerung musste in die umschließende Konstruktion integriert werden, um sie möglichst kompakt und leicht zu gestalten.

  1. Decker/Kabus, Maschinenelemente, Funktion, Gestaltung und Berechnung, Seite 422, Hanser, 15. Auflage 2000, ISBN 3-446-21525-5