Drama
Drama (griechisch δρᾶμα drâma ‚Handlung‘) ist ein Oberbegriff für Texte mit verteilten Rollen. Die Dramatik ist neben der Epik und der Lyrik eine der drei grundlegenden literarischen Gattungen.
Ein Drama ist in der Regel ein literarisches Werk, das dafür konzipiert ist, im Theater aufgeführt zu werden. Ein Dramatext realisiert sich nur durch die Inszenierung. Ein wesentliches Motiv des Dramas ist die sogenannte mimesis (μίμησις), die wörtlich „Nachahmung“ bedeutet, allerdings meint dies das „Zeigen, in eine Rolle schlüpfen, insgesamt also eher: Darstellung von etwas“. Nach wie vor gilt das aristotelische Drama als leittragend. Dieses beinhaltet sechs Elemente: die Handlung (μῦθος mŷthos), die Charaktere (ἦθος ē̂thos), die Rede oder Sprache (λέξις léxis), der Gedanke bzw. die Absicht (διάνοια diánoia), die Schau (ὄψις ópsis) und der Gesang bzw. die Musik (μελοποιΐα melopoiîa), wohingegen das Element der Musik in den meisten moderneren Dramen eher keine Rolle mehr spielt.
Unter dem Oberbegriff Drama versammeln sich zahlreiche Unterbegriffe wie Analytisches Drama, Antichristdrama, Blankversdrama, dokumentatorisches Drama, Enthüllungsdrama, Historisches Drama, Humanistisches Drama, Jesuitentheater, Offenes Drama, Reformationsdrama, Schäferdrama, Schicksalsdrama, Sozialistisches Drama, nicht zuletzt auch Tragödie, Komödie und episches Theater.
- 1 2 Benedikt Jeßing, Ralph Köhnen: Einführung in die Neuere deutsche Literaturwissenschaft. 4. Auflage. J.B. Metzler, Stuttgart 2017, ISBN 978-3-476-04493-8, S. 154 f.
- ↑ Bernhard Asmuth: Einführung in die Dramenanalyse. 6., aktualisierte Auflage. J.B. Metzler, Stuttgart 2004, ISBN 3-476-16188-9, S. 3 f.
- ↑ Klaus Weimar: Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft. Neubearbeitung des Reallexikons der deutschen Literaturgeschichte. Bd. 1 (gemeinsam mit Harald Fricke, Klaus Grubmüller und Jan-Dirk Müller). De Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-11-019355-8, S. 912.